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Wann wird ein Text richtig gut? – Diese Frage ist eine grundsätzliche. Denn es ist kein Geheimnis: Nach jedem Schlusspunkt am Seitenende meldet sich die innere Stimme des Schreibers. Sie übt leise Kritik. Und sie verunsichert. Da hilft nur eines:
Die Perspektive zu wechseln und den Text zu modellieren, so lange bis der letzte Zweifel schweigt.
Texten ist eine herausfordernde Aufgabe – der Bildkunst ähnlich:
- Sie nähern sich Ihrem Textthema, gedanklich und schriftlich.
Der Maler lässt sich inspirieren von der Vielfalt seines Motivs. - Sie wählen die Textart aus, die zum Inhalt passt, die der Leser versteht.
Der Maler entscheidet über Material, Stil und Farbe. - Sie formulieren Ihre Kernthese und entwerfen den Spannungsbogen.
Der Maler zeichnet Konturen mit Bleistift, vorsichtig, fast unsichtbar und dennoch bilden sie den Rahmen für die Fläche. - Sie finden den Titel, gliedern den Text, schreiben Einleitung, Haupt- und Schlussteil.
Der Maler findet seinen Rhythmus, lässt seine Choreographie über die Seite fließen. - Sie überarbeiten den Text, streichen Wiederholungen und Worthülsen, finden Verben und formulieren Übergänge. Sie lassen den Text eine kleine Weile ruhen, um ihn dann wieder aufzunehmen. Lautes Lesen hilft und ein Raumwechsel sowieso und endlich, endlich haben Sie das Gefühl: Ja, so ist er gut. Ihr Text.
Der Maler ändert den Lichteinfall auf das Bild, seinen Abstand zum Werk. Er setzt immer wieder mit kleinen feinen Strichen seine Akzente, gibt dem Bild eine farbliche Note, eine sanfte Konsequenz, eine unverwechselbare Ausstrahlung.
Die Modellierung an Struktur, Wortwahl und Rhythmus können aus einem guten Text ein Meisterstück machen.
Mit dem Stillektorat optimiere ich Ihren Geschäftsbericht, Ihre Rede oder Ihr Skript zum Buch und berate Sie im persönlichen Gespräch, telefonisch oder via E-Mail.
Für alle, die mit Schreiben wirken möchten, biete ich den Workshop „Farbe aufs Blatt – Fünf Schritte vom Rohtext zum Feinschliff“ an.
